Eine Reise zurück in die Vergangenheit, bei der Bilder nicht sofort zugänglich gemacht wurden. Wir waren voller Vorfreude und Überraschung auf das entwickelte Material. Und die Überraschung, was damals aus dem Kopierwerk kam, war auch nicht immer positiv. Heute bekommen wir, was wir sehen. Heute haben wir das Material sofort und können es allen im Netz sofort zugänglich machen – und vielleicht einige KI-Modelle damit füttern und trainieren. Mit einer analogen Bolex funktioniert das nicht. Sie braucht kein Strom, sie braucht keine Speichermedien. Wenn wir analog bleiben, kommt es nicht in die digitale KI-Welt. Ist das nachhaltig? Ist der chemische Prozess des Entwickelten nachhaltig? Muss Nachhaltigkeit auf allen Ebenen gelten? Neben der Ästhetik des Analogfilms sind dies Fragestellungen, mit denen man sich heute – aktueller denn je – beschäftigt, wenn man die „alte Bolex“ rausholt und dreht.
Zwischen Analog und Digital – Warum 16mm-Analogfilm in der Lehre seine Berechtigung hat
Studierende des 7. Semesters Mediendesign der Hochschule Hannover messen, belichten, fotografieren und entwickeln in einem Vertiefungskurs analoges Foto- und Filmmaterial.